Partizipativer Supermarkt in Wien

Ein Licht anzünden für einen partizipativen Supermarkt in Wien

Bild: Nikkolo Feuermacher 2018

„Der Supermarkt in dem Du der Held bist“
nennt sich  Superquinquin  in Lille / Frankreich.

Wir wollen in Wien auch ein Lichtlein anzünden:

bitterernst.at wird die Gründung und den Start eines Partizipativen Supermarkts in Wien beraten und begleiten – mehr auf Anfrage über Kommentar.

Supermarkt-Ketten entscheiden durch ihre Listen oder ihr Auslisten darüber welche Produkte zu kaufen sind. Sie setzen ProduzentINNen unter Druck und bestimmen was gekauft / gegessen / genutzt werden kann.
Darüber sind nicht nur die BäuerINNEn in Österreich unglücklich. Partizipative Supermärkte, in denen die KundINNen den Supermarkt selbst betreiben, haben ganz andere Möglichkeiten:

  • Die KundINNen entscheiden WAS unter WELCHEN KRITERIEN gehandelt wird.
  • Regionale, kleine ProduzentINNen können ohne Preis-Konkurrenz mit Massenprodukten ihre AbnehmerINNEN erreichen.
  • Waren in einer Qualität die sonst nie in Supermärkten zu finden ist können gehandelt werden.
  • Wenn keine Aktionäre, Banken oder Zwischenhändler mitverdienen müssen, können Preise freundlicher gestaltet werden.
  • Wer gerne weniger Geld im Biomarkt zahlt, kann durch Mitarbeit viel günstiger einkaufen.

Superquinquin z.B. hat über 1.000 Kooperierende und betreibt einen eigenen Laden, der 6 Tage die Woche geöffnet ist.

Kooperative Supermärkte sind die Reaktion von Menschen auf Bevormundung. Es gibt sie bereits in Frankreich: Superquinquin in Lille, La Louve in Paris, und in New York / USA Park Slope Food Coop (seit 1973 mit heute über 16.000 Kooperierenden).

Stadt der Idioten

Bild: Nikkolo Feuermacher 2018

2 Gedanken zu “Partizipativer Supermarkt in Wien

  1. Super, ich mache mit! – Neulich im Bio-Supermarkt an der Ecke habe ich versucht Nuss-Nougat-Creme einzukaufen. Überall war Palmöl hineingemischt. Drei Hersteller und fünf Geschmacksvarianten hatte ich zur Wahl. Auf allen Gläsern stand BIO, auf einem sogar VEGAN. Aber mit dem Palmöl hatte ich überhaupt keine Wahl. Dabei gibt es ausser Geldgier (das Produkt wird um eine Stelle hinter dem Komma billiger) keinen Grund Palmöl in eine Nuss-Nougat-Creme zu mischen. Früher dachte ich BIO hätte etwas mit „Bionier“ zu tun, mit „anders machen“, „Verantwortung übernehmen“. Heute denke ich: ich kann die Verantwortung für die Verwandlung des Urwalds von Borneo in Palmölplantagen niemandem anderen übergeben. Ich will selbst bestimmen welche Nuss-Nougat-Creme ich einkaufe. Nämlich eine ohne Palmöl. Im partizipativen Supermarkt kostet die mich sogar weniger als die Palmöl-Creme in der Bio-Kette an meiner Ecke.

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