KINOgestützte Supervision

Das ist keine kinogestützte SupervisionSupervision ist ein Raum in dem Menschen auf ihre Arbeit sehen. KINO ist ein Raum in dem Menschen auf das Leben von Menschen sehen. Das scheint zusammen zu passen. KINO ist Einwegkommunikation und Supervision ist Kommunikation auf Augenhöhe in alle Richtungen. Die beiden Formen können sich also gut ergänzen. In der Supervision nach dem Film können alle Wahrnehmungen, Eindrücke, Emotionen, Identifikationen, Ideen, Anregungen, … ausgetauscht werden und damit ermächtigen sich die KINObesuchenden selbst.

Etwa 120 Jahre nach Erfindung des KINOs hat sich die Bandbreite der Filme erweitert. So wie es Bibliotheken mit allen möglichen Bücher gibt, gibt es auch Sammlungen von Filmen (z.B. im Rahmen von öffentlichen Bibliotheken, Filmmuseen, Filmarchiven usw.) in denen verschiedenste Filme zum Sehen bereit gehalten werden. KINO ist etwas anderes als sich einen Film allein auf dem Rechner oder Telefon „reinzuziehen“, ihn weiterzuschicken, zu „liken“ oder anonym zu kommentieren. KINO bedeutet, dass Menschen gemeinsam in Echtzeit „offline“ ein Kunstwerk geniessen an dem KünstlerINNen weit mehr Zeit gearbeitet haben.

Das Kunstwerk Film hat im KINO überwältigend grosse Bilder und Klänge, die auf Menschen wirken, die selbst entspannt im Dunkeln sitzen – wie bei einer geführten Selbsthypnose. So können Menschen auf besondere Weise berührt werden. Ohne Empathie (der Identifikation mit einer anderen Person) funktioniert kein Film. Nach dem KINO haben Menschen ihre Empathie trainiert, haben gemeinsam das selbe gesehen, ähnliches erlebt und verfügen über eine Gesprächsgrundlage in der sie ihre private Wahrnehmung und ihr Erleben mit Hilfe der gesehenen „Geschichte“ austauschen, vergleichen, anreichern, … können. Eine wunderbare Voraussetzung für Supervision.Balintgruppe bei der Arbeit

bitterernst.at arbeitet mit KINOgestützter Supervision und verwendet bislang folgende Filme (diese Liste ist nie vollständig):

DOOF, Ulrike Kofler, 2013
Metallic Blau, Heike Beutel, 2006
Touch me not, Adina Pintilie, 2018
Angelo, Markus Schleinzer, 2018
Matangi / Maya / M.I.A., Steve Loveridge, 2018
Welcome to Sodom, Florian Weigensamer, Christian Krönes, 2018
Population Boom, Werner Boote, 2013
Astrid, Pernille Fischer Christensen, 2018
Remake of a summer, Bragard Magali, Enjolras Severine, 2016

„KINOgestützte Supervision hat nichts mit Coaching/Trainings zu tun in denen Teilnehmende gefilmt werden um sich nachher anzusehen wie mies sie sich beim Filmen gefühlt haben. KINO ist Kunst.“

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