1455

Froyd unterwegs nach Südosten

FRØYD unterwegs.
Bild: Nikkolo Feuermacher 2021

Auftrag 1455 an Thomas Grögler lautet: Führen Sie das Boot FRØYD von Greifenstein an der Donau (oberhalb von Wien) in die Donaumündung am Schwarzen Meer.

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Thomas Grögler Foto: Irmgard Kirchner

Thomas Grögler, der Künstler und Bootsbaumeister, hat die letzten sieben Jahre damit verbracht ein 35jähriges hochseetaugliches Holz-Segelboot in Stand zu setzen. Mit diesem Schiff wird er zunächst auf der Donau unterwegs sein. Platz an Bord gibt es für bis zu sieben Personen.

Auf dieser Seite veröffentlicht bitterernst.at wie sich die Reise entwickelt und wo der Mann und das Boot gerade anzutreffen sind. Grundsätzlich kann man beide besuchen und nach den Regeln von SERVAS sogar bis zu zwei Nächte an Bord sein.

FRØYD ohne gesetzte Masten

FRØYD mit liegenden Masten beim Verlassen Greifensteins (wegen der Donaubrücken). Die Masten werden erst später auf der Reise gesetzt. Bild: Nikkolo Feuermacher März 2021

Zwischenbericht 1. Mai 2021. Klaus Kirchner telefoniert mit Thomas Grögler:
Klaus: Hallo Thomas, bist Du noch in Greifenstein?
Thomas: Nein, ich bin gerade in Giurgiu in Rumänien und habe die letzten beiden Tage das Rick aufgestellt. Das Boot hat jetzt Masten, das Bild hier drüber ist nicht mehr aktuell.
Klaus: Wie bist Du nach Giurgiu gekommen?
Thomas: Wir sind am 14. März 2021 in Greifenstein gestartet und beim Auslaufen erst einmal auf einer Sandbank aufgesessen. Dann haben wir das Boot wieder flott bekommen, aber im Grunde ging es in dieser Stimmung weiter, denn ich musste nach 10 Jahren erst einmal wieder lernen dieses Boot zu steuern – in einem fliessenden Gewässer mit starken Strömungen, Wind und so weiter. Von Greifenstein bis Belgrad war Karin Mari mit an Bord. Sie ist von dort aus wieder nach Zürich geflogen.
Seitdem bin ich allein unterwegs. In 10 Wochen Reise habe ich keinen einzigen Reisenden und keine Reisende auf dem Wasser getroffen. Wenn ich irgendwo anlege sind die Menschen aber sehr nett. Gerade, beim Aufstellen der Masten, haben mir ein Vater mit seinem Sohn geholfen. Es war etwa wie im Film „Schwarze Katze, Weißer Kater“ von Emir Kusturica. Abenteuerlich mit gutem Ende.
Klaus: Wie geht es weiter?
Thomas: Ich bin jetzt an einer Stelle der Donau wo ein Ufer bulgarisch und eines rumänisch ist. Ich wäre gerne auf der bulgarischen Seite gefahren weil da das Wasser tiefer ist, aber dann bräuchte ich einen aktuellen PCR-Test, den ich natürlich hier nirgends machen kann. Auf der rumänischen Seite ist zwar das Wasser flacher, doch niemand hält mich auf mit unlösbaren Problemen. Ich werde hier noch drei Tage bleiben und dann weiter nach Brăila fahren. Da sprechen wir uns das nächste mal. Wer mich in meiner Signal-Messenger-Gruppe begleiten möchte kann sich unter der Nummer hier drunter anmelden, da gibt es auch aktuelle Fotos. Allerlei Zahlen
Aber natürlich kann ich die spannendsten Dinge gar nicht fotografieren, denn ich habe ja kein Kamerateam dabei sondern stecke selbst in den Abenteuern, die meine ganze Aufmerksamkeit für sich beanspruchen.
Klaus: Ahoi

Fragen und Meldungen zu dieser Reise können gerne über einen Kommentar hier unten hinterlassen werden. bitterernst.at tut alles menschenmögliche um sie weiter zu leiten.

Schiff Ahoi

4 Gedanken zu “1455

  1. Hallo, ich habe mit Thomas telefoniert als sein Boot in Ungarn auf einer Sandbank aufgesessen ist und jemand daraufhin die ungarische Wasserpolizei verständigt hat. Er ist inzwischen an seinem Zielpunkt in Rumänien gewesen und unterwegs über das Schwarze Meer nach Georgien. Seinen Auftrag Nr:1455 hat er also bereits erfüllt.

  2. Im Jahr 1455 hatten „die Chinesen“ gerade aufgehört mit Booten die Welt zu erkunden und „die Europäer“ hatten noch nicht damit angefangen (ihre Welt war damals noch sehr klein). Ansonsten steht in den Geschichtsbüchern nichts über eine Kultur die 1455 Boote über die Meere bewegte. 1455 muss auf See eine sehr ruhige Zeit gewesen sein.

  3. § 1455 Allgemeines Bürgerliches Gesetz-Buch Österreich:
    Was sich erwerben läßt, kann auch ersessen werden. Sachen hingegen, welche man vermöge ihrer wesentlichen Beschaffenheit, oder vermöge der Gesetze nicht besitzen kann; ferner Sachen und Rechte, welche schlechterdings unveräußerlich sind, sind kein Gegenstand der Ersitzung.

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