Direktkredit als Protestform

Wenn das Vertrauen von Seiten der Banken (oder in die Banken) schwindet, können sich Menschen durch Direktkredite helfen. Sie sind ein Jahrtausende altes und bewährtes Finanzierungsmodell.
In Österreich hat sich im Fall der Firma GEA die Bankenaufsicht eingeschaltet und versucht Direktkredite zu unterbinden. Gut, dass die Bankenaufsicht arbeitet, aber:
Sind Direktkredite illegal? Sind sie eine Protestform? Sind sie die Lösung der Bankenkrise ohne die Bank?

Bürgerrecht statt Bankenrecht
unter diesem Motto gingen ab dem 2. Dezember 2012 ÖsterreicherINNen von Schrems nach Wien. Dieses „Zitat des Salzmarsches von Ghandi“ (Nikkolo Feuermacher) soll u.a. zeigen, dass Direktkredite ein Bürgerrecht darstellen.
Ihre Ankunft in Wien zur Demonstration vor dem Parlament war am Freitag, 7. Dezember 2012 um 14 Uhr. Auf ihrem Weg konnten die Demonstranten weitere Unterstützung erlangen. Die Veranstaltung vor dem Parlament war informativ und machte trotz kleiner Überraschungen, den Teilnehmenden Lust auf eine politische Lösung der Problematik.

Seit 2008 wird deutlich, dass sich das bestehende Bankensystem für den Großteil der Bevölkerung in eine unerfreuliche Richtung entwickelt hat. Ökonomen, die anderweitig gerne De-Regulierung fordern, engagieren sich für staatlich finanzierte Bankenrettungspakete. Viele Menschen wundern sich wie im Sozial-, Bildungs-, Gesundheitsbereich Einsparungen als einziger Weg beschrieben werden (TINA) und Regierungen gleichzeitig Milliardenpakete von Euros an Banken vergeben können.
Die oben beschriebenen Aktionen zeigen wie das Thema Banken beginnt mitten in der Wirtschafts- und Konsumwelt Österreichs einen konkreten Platz einzunehmen. An Lösungen für eine drohende wirtschaftliche und soziale Krise, die keinesfalls mit der Bankenkrise gleichzusetzen sind, wird intensiv gearbeitet.

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